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Dienstag, 8. März 2011
bumblebeni, 16:57h
2 Meter vor mir steht ET und schaut mich mit seinen großen seltsamen Augen fragend an. Wen er glaubt, er könne mit meinem Handy nach Hause telefonieren, hat er sich geschnitten! Die Roamingkosten wären galaktisch.
Ich bin weder in Hollywood noch im bayerischen Landtag. Auch wen die bizarren Gestalten die hier rumlaufen eigentlich nur auf einen dieser beiden Orte schließen lassen könnten. Ich bin in Viareggio auf dem Karneval. Cowboys, Ritter, und Super Marios tummeln sich in den Straßen. Die ganze Stadt gleicht einem riesigen Ameisenhaufen, nachdem ein irrer Kammerjäger dort mit den Insektiziden experimentiert hat. An Stelle der großen Festwagen, die tagsüber die Vie und Piazze kreuzen, findet man jetzt nur Menschenmassen. Verzweifelt versuchen einzelne Gruppen zusammenzubleiben indem sie große Flaggen umher schwingen. Eine gute Idee, die den Harken hat, das sich die Hälfte dieser Gruppen patriotisch für die italienischen Farben entschieden haben. Insgesamt der nahezu schlechteste Ort um eine Rueda zu starten. Mitten auf der Straße versuchen wir eine kleine freie Fläche zu schaffen. Ein par Trommler haben sich bereit erklärt Musik zu liefern.
Es ist schwierig sich ein Rueda vorzustellen. Zum Glück müsst ihr das auch nicht: Auf meinem Facebook–Profil könnt ihr euch einen Ausschnitt dieses Ruedas anschauen. Habt ihr diese Möglichkeit jedoch nicht, dann muss diese Erklärung reichen: In der Mitte eines Kreises kämpfen zwei Personen, ohne sich zu berühren. Hin und wieder bricht ein Angetrunkener (oder einfach nur Glückloser) in den Kreis ein und stellt plötzlich mit einer Mischung aus Überraschung und durchaus begründeter Angst fest das ihm Prinzessin Leja eine Laserpistole an den Kopf hält und das er in den nächsten zwei Sekunden besser nüchtern werden sollte.
Auch ich muss antreten. Mit athletischer Perfektion kämpfe ich gegen meinen Kollegen und sehe wahrscheinlich fast aus wie Neo in Matrix. (1) Ok, vielleicht eher wie Mr. Bean. Aber das ist egal. Dabei sein ist alles, und die Menge um uns herum würde wahrscheinlich sogar jubel wen wir plötzlich den „Alle meine Entchen – Tanz“ hüpfen würden.
Wir sind wieder auf dem Heimweg. Neben mir sitzt Dimitry. Er ist nervös. Unser Fahrer, Voice hat einmal von der „goldenen Mitte“ gehört und prompt entschieden dieses Prinzip auch im Straßenverkehr anzuwenden (währe ja auch Platzverschwendung nur eine Straßenhälfte zu nutzen). Dazu kommt sein italienischer Fahrstiel (2). Momentan ist mir das jedoch egal: Ich merk (nicht zum ersten mal) das ich Italien vermissen werde. Nicht das Land, die Sprache oder Mentalität, sondern die Freunde die ich hier gefunden habe.
(1): Nachdem er seinen Gleichgewichtsinn verloren, und zusammen mit Orpheus nen Getränkemarkt geplündert hat. Hey, bleiben wir realistisch, ja!
(2): Außer dem bereits genanntem Hupen zeichnet sich der italienische Fahrstiel dadurch aus, das man alles tun kann was man will. Du must nur an dich glauben (und hoffen das der entgegenkommende Fahrer kein Italiener ist und vor dir bremst).
Ich bin weder in Hollywood noch im bayerischen Landtag. Auch wen die bizarren Gestalten die hier rumlaufen eigentlich nur auf einen dieser beiden Orte schließen lassen könnten. Ich bin in Viareggio auf dem Karneval. Cowboys, Ritter, und Super Marios tummeln sich in den Straßen. Die ganze Stadt gleicht einem riesigen Ameisenhaufen, nachdem ein irrer Kammerjäger dort mit den Insektiziden experimentiert hat. An Stelle der großen Festwagen, die tagsüber die Vie und Piazze kreuzen, findet man jetzt nur Menschenmassen. Verzweifelt versuchen einzelne Gruppen zusammenzubleiben indem sie große Flaggen umher schwingen. Eine gute Idee, die den Harken hat, das sich die Hälfte dieser Gruppen patriotisch für die italienischen Farben entschieden haben. Insgesamt der nahezu schlechteste Ort um eine Rueda zu starten. Mitten auf der Straße versuchen wir eine kleine freie Fläche zu schaffen. Ein par Trommler haben sich bereit erklärt Musik zu liefern.
Es ist schwierig sich ein Rueda vorzustellen. Zum Glück müsst ihr das auch nicht: Auf meinem Facebook–Profil könnt ihr euch einen Ausschnitt dieses Ruedas anschauen. Habt ihr diese Möglichkeit jedoch nicht, dann muss diese Erklärung reichen: In der Mitte eines Kreises kämpfen zwei Personen, ohne sich zu berühren. Hin und wieder bricht ein Angetrunkener (oder einfach nur Glückloser) in den Kreis ein und stellt plötzlich mit einer Mischung aus Überraschung und durchaus begründeter Angst fest das ihm Prinzessin Leja eine Laserpistole an den Kopf hält und das er in den nächsten zwei Sekunden besser nüchtern werden sollte.
Auch ich muss antreten. Mit athletischer Perfektion kämpfe ich gegen meinen Kollegen und sehe wahrscheinlich fast aus wie Neo in Matrix. (1) Ok, vielleicht eher wie Mr. Bean. Aber das ist egal. Dabei sein ist alles, und die Menge um uns herum würde wahrscheinlich sogar jubel wen wir plötzlich den „Alle meine Entchen – Tanz“ hüpfen würden.
Wir sind wieder auf dem Heimweg. Neben mir sitzt Dimitry. Er ist nervös. Unser Fahrer, Voice hat einmal von der „goldenen Mitte“ gehört und prompt entschieden dieses Prinzip auch im Straßenverkehr anzuwenden (währe ja auch Platzverschwendung nur eine Straßenhälfte zu nutzen). Dazu kommt sein italienischer Fahrstiel (2). Momentan ist mir das jedoch egal: Ich merk (nicht zum ersten mal) das ich Italien vermissen werde. Nicht das Land, die Sprache oder Mentalität, sondern die Freunde die ich hier gefunden habe.
(1): Nachdem er seinen Gleichgewichtsinn verloren, und zusammen mit Orpheus nen Getränkemarkt geplündert hat. Hey, bleiben wir realistisch, ja!
(2): Außer dem bereits genanntem Hupen zeichnet sich der italienische Fahrstiel dadurch aus, das man alles tun kann was man will. Du must nur an dich glauben (und hoffen das der entgegenkommende Fahrer kein Italiener ist und vor dir bremst).
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