Dienstag, 1. März 2011
Machetentag - di nuovo!
Ich will den Leuten wirklich nicht vorschreiben was sie essen sollen. Ich will ihnen nur vorschreiben was sie nicht essen sollen. Zum Beispiel Cappuccionudeln. Der Stinknormalverbraucher sieht im Supermarkt diese Spagetti und sagt „ Hey, das ist ja cool“ (1)
Tatsächlich hat DER VERBRAUCHER aber keine Ahnung was es für eine Arbeit macht schon allein den Cappuccio zu putzen, schneiden, waschen, hacken und dann auch noch zu verpacken.
Na gut. Vielleicht übertreib ich. Normalerweise hab ich keine so eine schlechte Einstellung gegenüber den Verbrauchern. Immerhin bin ich selbst einer. Der wahre Grund für meinen Ärger ist etwas anderes: Um ehrlich zu sein , ich hab gerade ein wenig Angst. Und zwar vor meinem Kollegen Juns. Das heißt, ich hab nicht vor ihm selbst Angst, sondern eher von der Art wie er mit seiner Machete den Cappuccio in kleine Stücke hackt. Warum? Es besteht die beunruhigende Möglichkeit das die roten Nudeln heute ausnahmsweise mal von etwas anderem rotem ihre hübsche gesunde Farbe erhalten. Capito? Oder muss ich ins Detail gehen? Es gibt 2 Kettenhandschuh auf dieser Azienda. Einer ist momentan verschollen und den anderen trägt Juns. Dem metallischem Geräusch zu urteilen, das ich alle 2 Minuten höre, hat er ihn sogar noch dringender nötig als ich. Ich starr auf die Uhr. Zum 84. mal heute. Nur noch 4 Stunden und ich fahr zusammen mit den anderen der Capoeiragruppe nach Viareggio. Zum Karneval. Also, weiterarbeiten! Ich werf die Cappucciofetzen in den Behälter neben mir und Juns trifft schon wieder seine Finger. Die müssen sich inzwischen anfühlen wie Nadelkissen. Ich schau auf die Uhr, zum 85. mal.



(1): Ok, in Wirklichkeit sagt kein Verbraucher sowas komisches. Gewönlich bleibt es bei Worten wie: Hey, Schatz. Schau mal die Nud … OH VERDAMMT, DEINE MUTTER RAUBT SCHON WIEDER DEN KASSIERER AUS!!!

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